Das sind die E-Commerce-Trends 2018

Auf ihrer Bahn um die Sonne bewegt sich die Erde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,78 Kilometern pro Sekunde. Es herrscht nie Stillstand. Ähnlich verhält es sich mit dem Internet. Jeden Tag gibt es neue Entwicklungen, Apps und Shootingstars der Szene. So stellt sich ständig die Frage: Was kommt? Was bleibt? Was geht?

E-Commerce-Trends zu bewerten ist kein leichtes Unterfangen. Allem voran steht die Überlegung, ob sich die damit verbunden Mühen auszahlen und der Onlineshop von der Umsetzung langfristig profitiert oder ob es sich nur um einen kurzweiligen Trend handelt, der bald schon wieder Geschichte ist. Diese Einschätzung können und müssen Sie als Onlinehändler ganz individuell treffen.

 

  1. Künstliche Intelligenz (KI)

Schon 2017 zeigte Sie Präsenz, doch 2018 wird die Künstliche Intelligenz im E-Commerce einen immer wichtigeren Platz einnehmen und sich zu einem der wichtigsten Themen entwickeln. Dementsprechend sind einige der aufkommenden E-Commerce-Trends basierend auf und eng verbunden mit KI.

Auch das Problem von Fake-Bewertungen kann durch KI beseitigt werden. Durch Fake-Bewertungen, die sich immer mehr unter wahrheitsgemäße und ehrliche Bewertungen mischen, kann das Vertrauen der Konsumenten zerstört werden. Dies kann sich wiederum direkt auf den Umsatz in Ihrem Onlineshop auswirken. Denn KI filtert sehr effizient falsche Rezensionen aus den ernstgemeinten heraus.

 

  1. Voice Search

Einen großen Einfluss auf die E-Commerce-Entwicklung 2018 wird die Voice Search haben. Hierbei spielt KI und Machine Learning eine große Rolle. Durch Voice Search wird das Suchverhalten geändert, und somit auch die Keywords. Nutzer suchen viel umgangssprachlicher und auch die Keywords werden länger. Ein Vorteil für Sie als Onlinehändler ist der Umstand, dass Sie genauere Angaben zur Intention des Suchenden erhalten.

 

  1. Foto-Shopping und visuelle Suche

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ganz klar erkennbar auf den Social Media-Kanälen Instagram, Snapchat oder Pinterest. Die Beliebtheit von visuell ausgelegten Plattformen steigt immer weiter. 2018 steht neben der visuellen Suche auch das Foto-Shopping im Fokus. Alles was hierzu notwendig: die Implementierung der passenden Technologie und schon kann mit Foto oder auch dem Screenshot eines Gegenstands gesucht werden. Vorreiter ist hierbei Pinterest, welches häufig bereits als visuelle Suchmaschine eingesetzt wird.

 

  1. Individualisierung

Die Personalisierung hat längst Einzug in den Onlinehandel gehalten. Doch 2018 geht die Entwicklung weiter. Von der Personalisierung zur Individualisierung. Individuelle Shops bieten dank Nutzung der Kaufhistorie, Kundeninteresse und Predictive Analytics ein noch besseres Shopping Erlebnis. Durch das anlegen persönlicher Profile (inklusive Fragen zu Person, Hobby, Lieblingsmarken, Kleidungsstil, etc.) erhalten Unternehmen ein besseres Gesamtbild ihrer Kunden und der Einsatz von Daten und Algorithmen ermöglicht es passende Empfehlungen für den individuellen Käufer abzugeben.

Ein enormes Potential bietet auch das sogenannte “Atomic Design”, womit komplette Landing Pages auf den individuellen Nutzer angepasst werden können. Dies geschieht mit Hilfe einer Art Baukastensystems aus Website-Inhalten, die auf Basis von Daten immer wieder unterschiedliche zusammengesetzt werden.

 

  1. Augmented Reality (AR)

Ein weiterer Trend, der vor allem für die Modebranche eine große Erleichterung darstellen kann, ist die Augmented Reality. Denn hierdurch kann ein großes Problem im eCommerce gelöst werden: Kunden möchten Porodukte aus- und anprobieren. Durch die virtuelle Anprobe könnten so die hohen Retourenquoten reduziert werden. Doch nicht nur in der Mode bieten AR-Apps spannende Möglichkeiten. AR wird in Zukunft immer häufiger und in den verschiedensten Branchen für Onlineshops genutzt werden. The Future is now.

 

  1. Contextual Commerce

Contextual Commerce kennen Sie nicht? Kennen Sie doch! Das beste Beispiel ist der InstaShop. Hier können Kunden sofort einkaufen, wenn Ihnen etwas online gefällt. Ganz ohne den Shop besuchen zu müssen. Möglich wird das durch sogenannte Buy-Buttons, die außerhalb der eigentlichen Shops oder Marktplätze angebracht werden und hierdurch Impulskäufe fördern sowie die Kundenzufriedenheit steigern, da schnell und unkompliziert eingekauft werden kann.

 

  1. Omnichannel

In 2018 müssen sich auch die Letzten vom Prinzip verabschieden, On- und Offline-Handel als getrennte Bereiche zu betrachten. Denn die Verknüpfung von beidem ist die Zukunft des Einzelhandels. Immer mehr Läden sind bereits dabei, das Einkaufserlebnis für die Kunden durch eingegliederte Online-Angebote zu steigern. Die einfachste Möglichkeit hierbei ist das Click&Collect-Prinzip. Ein Kunde bestellt online, holt aber die Ware beim Laden um die Ecke ab. So werden Lieferkosten und Wartezeit gespart.

 

  1. Alleinstellungsmerkmal

Onlineshop kann jeder. Wieso sollte der Kunde also bei Ihnen kaufen? Definieren Sie sich nicht über den billigsten Preis oder das “lauteste” Layout, sondern über ein unverwechselbares Produkt. In Zeiten des Überflusses steht Qualität wieder über Quantität.

 

  1. Optimierung der Ladegeschwindigkeit

Eigentlich schon ein alter Hut, jedoch immer noch höchst brisant: die Ladegeschwindigkeiten von Websites. Lädt Ihre Seite zu langsam, verlieren Sie Kunden. Vor allem in Hinblick auf Mobile Commerce wird es immer wichtiger, dass für Mobilgeräte optimierte Inhalte sofort geladen werden. Das Zauberwort heißt “Accelerated Mobile Pages” (AMP). Hiermit unterstützt Google Onlineshops auf dem Weg zu schnelleren Ladezeiten. Alle Komponenten, mit denen typische Shop-Funktionalitäten abgebildet werden können, existieren bereits, sodass damit gerechnet werden kann, dass einige Onlineshops AMP nutzen werden, um den Kunden ein schnelleres Mobile Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass AMP-Seiten auf Google oftmals oberhalb der organischen Suchergebnisse erscheinen und dadurch zusätzlich organische Besucher in den Onlineshop locken.

 

  1. Mobile-Optimierung

Man kann es nicht oft genug sagen: Die Zukunft liegt im Mobile Commerce. Daher wird das Thema auch nie alt, sondern bleibt auch 2018 höchst brisant. Kunden kaufen immer mehr über mobile Endgeräte und trotzdem gibt es immer noch unzählige Onlineshops, die sich hiermit nicht auseinandergesetzt haben und den Anforderungen nicht gewachsen sind. Also gilt, auch wenn Mobile-Optimierung eigentlich schon längst Standard ist: Passen Sie Ihren Webauftritt an mobile Endgeräte an! Erkennen Sie Verbesserungspotential und hören Sie nie auf, in diese Richtung zu optimieren.

 

Egal ob Punkt 1, 6 oder 10 – welcher Trend in 2018 am besten zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt, muss stets im Einzelfall und abhängig von Zielen, Gegebenheiten und Möglichkeiten entschieden werden. Bei diesem Prozess unterstützen wir Sie gerne. Kontaktieren Sie unseren Profi auf dem Gebiet Rolf Orth, unter rolf.orth@adamicus.de