Social Shopping – Jetzt auch auf Instagram und Pinterest einkaufen

Onlineshopping 2.0 – Seit wenigen Wochen sind die Shopping-Funktion von Instagram und die Shoppable Pins von Pinterest nun endlich auch in Deutschland verfügbar. Aber was können die Social Shopping-Funktionen wirklich und wie nutzt man sie richtig? Wir haben uns das Ganze mal angeschaut und erklären die wichtigsten Punkte.

Instashop

Beim Scrollen durch Instagram fällt sofort auf: Hier wird das “Schöne Leben” zelebriert. Hier kommen Weltenbummler, Foodies und vor allem auch Fashionistas voll auf ihre Kosten. Man entdeckt Dinge, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass sie existieren und möchte sie am liebsten direkt kaufen. Dank der neuen Shopping-Funktion ist das nun möglich.

In den USA wurde das “One-Tap-Shop”-Prinzip bereits im vergangenen Jahr eingeführt. Hierbei können Marken und Influencer in ihren Instagram-Beiträgen, bis zu fünf Produkte je Bild oder zwanzig Produkte je Karussell verlinken und diese direkt mit einem Onlineshop verbinden. Da es ähnlich funktioniert, wie das vertaggen einer Person auf einem Bild, wird die Integration denkbar einfach gemacht. Mit Shopping-Beiträgen erhalten Kunden schnellen Zugriff auf Preise und Produktangaben innerhalb des Instagram-Feeds und über den Shop-Tab auf einem Business-Profil.

Diese einfache Einbindung macht den Umweg über einen Link in der Bio dadurch obsolet. Nachdem sich die Shopping Funktion als äußerst erfolgreich erwiesen hat, wird sie nun schrittweise auf immer mehr Länder ausgeweitet. Ab sofort können sie auch Instagram-User in Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Deutschland nutzen.

Und so funktioniert’s:

Schritt 1: Auf Beiträge klicken, bei denen die Shopping-Funktion ergänzt wurde. Erkennen lässt sich das durch eine weiße Einkaufstüte in der rechten oberen Ecke.

Schritt 2: Das Bild antippen, dann öffnet sich neben dem Produkt ein Fenster mit der jeweiligen Beschreibung und dem Preis.

Schritt 3: In dem Fenster befindet sich ein Pfeil nach rechts. Tippt man auf ihn, wird man direkt auf die Produktseite im Onlineshop der Marke weitergeleitet.

Schritt 4: Produkt wie gewohnt in den Warenkorb legen und ab zur Kasse.

“Shop the Look” – Pinterest Buyable Pins

100 Mrd. Pins gibt es auf Pinterest. Jeden Tag merken sich Nutzer in Deutschland 3,2 Mio. Ideen auf ihren Pinnwänden. Während Pinterest ursprünglich die Funktion erfüllen sollte, sich Produkte, Ideen und Inspirationen bequem zu merken, wird die Plattform inzwischen immer häufiger zur konkreten Produktsuche eingesetzt. Da führt es regelmäßig zu frustrierten Suchenden, wenn die gefunden Produkte nicht direkt in einen Shop leitet sondern in einer Klick-Farce endet.

Es gibt die Funktion In den USA und Brasilien bereits seit dem vergangenen Jahr. Seit Kurzem ist sie auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Japan verfügbar. Momentan allerdings beschränkt auf die Bereiche Fashion und Home (mit 16 und 14 Mrd. Pins die beliebtesten Bereiche auf Pinterest) und auf ausgewählten Accounts. Zum Launch der Funktion kooperiert Pinterest in Deutschland mit folgenden Influencern: Fashiioncarpet, Caro Daur, Masha Sedgwick, Who is Mocca?, Herz und Blut, Traumzuhause, 23qm Stil, Easyinterieur und Happy Interior. Wenn sich die neue Funktion auch in Deutschland als erfolgreich erweist, werden vermutlich noch mehr Accounts in die Liste aufgenommen.

Das verbirgt sich hinter der “Shop the Look”-Funktion:

Pinterest Nutzer sind auf der Suche. Wie richte ich meine Wohnung ein? Welche Deko macht sich auf meiner Hochzeit besonders gut und welches Outfit trage ich beim nächsten Wochenend-Trip? Gefunden sind die Produkte meist schnell. Doch beim Versuch das gefundene Stück zu kaufen, folgt häufig eine Enttäuschung, denn meist findet man weder Informationen noch Links in einen Shop.

Die langen, darauffolgenden Google-Recherchen haben nun ein Ende. Denn durch die “Shop the Look”-Funktion, erhalten Nutzer ab sofort Informationen rund um das markierte Produkt, wie Preis, Beschreibung und Verfügbarkeit. Firmen und Influencer können Produkte ganz einfach in ihren Pins vertaggen und diese mit einem Shop bzw. Feed koppeln. Das geht einfach, schnell und bietet dem Nutzer ein simples Einkaufserlebnis im Look&Feel der Plattform.

Und so funktioniert’s:

Schritt 1: Nutzer können Buyable Pins ganz einfach in Pinterest finden – in Suchergebnissen, in verwandten Pins und in Unternehmensprofilen. (Buyable Pins funktionieren nahtlos über Mobilgeräte und das Internet, sodass Käufe getätigt werden können, sobald jemand zum Kauf bereit ist.)

Schritt 2: Produkte werden mit einem weißen Punkt versehen, auf den die Nutzer klicken können, um weitere Informationen zu erhalten.

Schritt 3: Durch den Klick gelangen sie direkt zu den entsprechenden Online-Shops und erhalten Empfehlungen zu ähnlichen Produkten.

Schritt 4: Versand und Kundenservice liegen nach wie vor bei den Shops.

Mit “Shop the Look” stellt Pinterest bereits die dritte Innovation innerhalb kurzer Zeit vor: Sogenannte “Pincodes” erlauben Unternehmen und Magazinen die Verbindung von On- und Offline Angeboten. Die Codes befinden sich, ähnlich wie QR-Codes, auf Verpackungen und Magazin-Seiten. Nutzer können sie mit der Pinterest-App auf dem Smartphone einscannen und erhalten zusätzlichen Content, Informationen oder Bilder.

Außerdem erlaubt die Pinterest “Lens” es Nutzern, Produkte direkt über die App zu fotografieren, um so passenden und ähnliche Produkte in Pinterest zu entdecken. So kann das Lieblings-Outfit ganz einfach “katalogisiert” und “vervielfacht” werden.

Social Shopping – und nun?

Mit der Einführung dieser Shopping Funktionen auf zwei der größten Social Media-Plattformen, ergibt sich eine neue und höchst attraktive Möglichkeit für Handel und Kunden. In den nächsten Monaten wird es spannend zu beobachten, wie dieser neue Kanal das Kaufverhalten verändert und welche weiteren Neuerungen noch auf das e-Commerce zukommen werden.

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