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  • AutorenbildAphrodite Rantou

Google March 2024 Core Update: Einblicke, Ergebnisse und Learnings


Das aktuelle Google March 2024 Core Update wirbelt die SEO-Rankings ordentlich durcheinander. Mehr als 800 Webseiten wurden vorzeitig aus dem Google-Index entfernt. Die Folge: ein Rückgang um +20 Millionen monatliche organische Besucher und ein Verlust von 446.000 US-Dollar an Einnahmen aus Display-Werbung. Wir erklären, was dieses Update für Websites und die KI-Transformation von globalen Märkten bedeutet und geben Tipps, um bei Google weiterhin ganz vorne mitzuspielen.


 

Inhaltsverzeichnis



 

Google March 2024 Core Update: Richtlinien und Rankingfaktoren im Fokus


Am 5. März 2024 verkündete Google mit seinem March 2024 Core Update eine bedeutende Verbesserung der Suchergebnisse. Dieses neue Update schlägt hohe Wellen, Google selbst hat es sogar als eine der bedeutendsten Aktualisierungen der letzten Jahre hervorgehoben. Das Ziel dabei ist klar: Das Internet soll sich zu einem besseren Ort und einer sicheren Umgebung für Nutzer entwickeln. Um dies zu erreichen, muss aktiv gegen die Masse an Duplicate Content, irrelevanten, oberflächlichen Inhalten und KI-generierten Spam vorgegangen werden. Für eine bewusste Erstellung von nutzerzentriertem Helpful Content.



Dank künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning optimiert Google schon seit Jahren seinen Algorithmus und versteht immer besser, wonach User tatsächlich suchen und welche Inhalte ihre Fragen effektiv beantworten. Im Fokus des Google Core Updates vom März 2024 setzt Google verbesserte Algorithmen für zwei zentrale Themenbereiche ein: Helpful Content (nun ein fester Bestandteil der Ranking-Algorithmen) und neue Spam-Richtlinien. Doch um die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern, muss Spam-Content von einzigartigen Inhalten mit echtem Mehrwert – ob von einem Menschen oder mithilfe von KI generiert – besser unterschieden werden.


Neue Spam-Richtlinien gegen Black-Hat-SEO-Praktiken


Google implementiert neben den algorithmischen Fortschritten neue Spam-Richtlinien, um gegen manipulative Taktiken – sogenannte Black-Hat-SEO-Praktiken – vorzugehen.



Zu diesen Taktiken zählen beispielsweise:


Expired Domains: Abgelaufene Domains werden unrechtmäßig verwendet, um von der etablierten Domain-Autorität und den im Laufe der Zeit akkumulierten Backlinks zu profitieren. Diese Webseiten werden als Satelliten-Seiten aufgesetzt, die aufgrund der vorhandenen Historie schnell gute Rankings erzielen oder sie werden auf eine Zielwebseite umgeleitet, um auf manipulative Weise einen Transfer positiver SEO-Signale (wie Rankings, Backlinks, Social Signals etc.) von der abgelaufenen Domain zur Zielwebseite zu bewirken.


Hinweis: Mithilfe von Tools wie Ahrefs lassen sich unter den Backlinks Redirect-Links (umgeleitete Seiten) identifizieren. Diese können repariert werden, indem man entweder die Umleitung entfernt (falls sie selbst gesetzt wurde) oder indem man den Backlink mittels einer Disavow-Liste entwertet.


Parasite SEO: Inhalte werden auf fremden, autoritätsstarken Webseiten platziert, um von deren hohem Ranking zu profitieren. Einige Beispiele für solche Plattformen sind große Social-Media-Seiten, Artikelverzeichnisse, Foren oder User-Generated-Content-Websites wie Blogs oder Nachrichtenseiten, auf denen Nutzer eigene Beiträge veröffentlichen können

Hinweis: Die neue Richtlinie dazu wird erst am 5. Mai wirksam, was Webmastern Zeit gibt, ihre Inhalte bis dahin zu optimieren oder von Google auszuschließen. Parasite SEO ist nicht mit Link Building zu verwechseln. Ethisches SEO konzentriert sich in der Regel auf den Aufbau von natürlichen Backlinks durch hochwertigen Content.


Skalierter Content: Künstliche Intelligenz (KI) bietet zahlreiche Vorteile und kann Experten unterstützen, hochwertigere Inhalte zu kreieren und verbesserte Ergebnisse zu erzielen. Wenn KI jedoch missbräuchlich genutzt wird, kann sie zur Massenproduktion von substanzarmen Inhalten führen – was wiederum die Qualität der Suchergebnisse erheblich beeinträchtigen kann.


Hinweis: Das Update von Google zielt nicht darauf ab, pauschal jegliche KI-generierte Inhalte abzustrafen. Vielmehr steht Spam-Content im Fokus, unabhängig davon, ob er durch KI oder von Menschen erstellt wurde. Der entscheidende Faktor ist die Qualität, um Nutzern und Suchmaschinen den besten Mehrwert zu bieten.


Die neuen Richtlinien von Google sind darauf ausgerichtet, hochqualitative Inhalte in den Suchergebnissen zu bevorzugen. Damit sollen Black-Hat-SEO-Methoden, die gegen diese Richtlinien verstoßen und primär auf die Manipulation von Suchergebnissen abzielen, eingedämmt werden. Suchmaschinen wie Google entwickeln fortlaufend Algorithmen und setzen Richtlinien ein, um solche unlauteren Techniken zu identifizieren und zu bestrafen. Die Folge ist eine reduzierte Online-Sichtbarkeit, die wiederum zu geringerem Traffic und letztlich zu Einbußen bei den Umsätzen führen kann.


Qualität statt Quantität: Vorrang von hochwertigem Content in Zeiten von KI


In der Ära der skalierbaren KI-generierten Texte ist es mehr denn je möglich, Inhalte en masse zu produzieren. Doch mit dieser technologischen Machbarkeit steigt auch die Verantwortung, künstliche Intelligenz sinnvoll einzusetzen und sicherzustellen, dass Texte durch menschliche Expertise ergänzt und verfeinert werden. Nur so kann echte Qualität gewährleistet werden. Das bedeutet: Webseiten, die gut recherchierten und fundierten Inhalt bieten – also Helpful Content – haben eine größere Chance auf ein hohes Ranking in den Suchergebnissen.



Helpful Content zeichnet sich durch folgende Merkmale und Best Practices aus:


  • Relevanz: Der Inhalt sollte eng auf die Bedürfnisse und Fragen der Zielgruppe abgestimmt sein und klare, umsetzbare Antworten oder Lösungen bieten.

  • Originalität: Der Content sollte einzigartige Einsichten oder Informationen bieten, die anderswo nicht leicht zu finden sind.

  • Autorität: Der Inhalt sollte von Personen erstellt oder überprüft werden, die über nachweisbare Expertise in dem entsprechenden Themenfeld verfügen.

  • Vertrauenswürdigkeit: Inhalte müssen genau, wahrheitsgetreu und aktuell sein, um das Vertrauen der Nutzer (und Suchmaschinen) zu gewinnen.

  • Strukturierung: Gute Überschriften, Zwischenüberschriften und eine klare Gliederung helfen Nutzern und Suchmaschinen, den Inhalt besser zu verstehen.

  • Engagement: Der Inhalt sollte so gestaltet sein, dass er die Leser anspricht und fesselt.

  • Multimediale Elemente: Der Einsatz von Bildern, Videos und Infografiken fördert das Verständnis und hilft, die Informationen ansprechender zu gestalten.

  • Benutzererfahrung: Die Website sollte eine gute Benutzererfahrung bieten, einschließlich einer intuitiven Navigation und schnellen Ladezeiten. Da immer mehr Nutzer mobile Endgeräte verwenden, sollte der Content für diese optimiert sein.


Durch die Integration dieser Merkmale in ihre Inhaltsstrategie können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Inhalte als Helpful Content eingestuft und möglicherweise bevorzugt in den Suchergebnissen angezeigt werden.


Herausforderungen, Lösungen und Effekte des Google March Core Updates


Das im März 2024 veröffentlichte Core Update von Google stellt eine Weiterentwicklung der bereits 2022 initiierten Helpful Content Updates dar. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sind nun fest in den Kern-Algorithmus eingeflossen. Anstatt eines separaten Helpful Content Systems nutzt der überarbeitete Kern-Algorithmus nun eine Reihe von Signalen zur Bewertung der Nützlichkeit von Inhalten.


Herausforderungen



Studien belegen: Die Qualität der Suchmaschinenergebnisse wird schlechter. Die Forscher suchten nach Produktbewertungen, die Tests und Kaufempfehlungen bieten. Sie verbrachten ein Jahr damit, fast 7.400 dieser Anfragen auf drei Suchmaschinen zu analysieren: Google, Bing und DuckDuckGo. Grundlegende Erkenntnisse zeigen, dass Suchmaschinen erhebliche Probleme mit Affiliate-Links haben – bezahlte Links, die einen Kunden an einen Verkäufer verweisen. Dies ist problematisch, da Nutzer ihren Suchmaschinen vertrauen, und somit erlangt ein bezahlter Affiliate-Link durch eine hohe Platzierung indirekt dieses Vertrauen.


Lösungen

Mit dem neuesten Core Update zielt Google darauf ab, die Anzahl von minderwertigen Suchergebnissen um beachtliche 40% zu reduzieren. Die Maßnahmen demonstrieren Googles Engagement im Kampf gegen den Anstieg von KI-getriebenem Spam und Inhalten niedriger Qualität. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Websites müssen sich an Googles verstärkten Fokus auf Qualität und Einzigartigkeit anpassen.


Effekte


Die Auswirkungen von Googles Core Update im März 2024 werden mit fortschreitendem Rollout immer deutlicher. Neue Analysen zeigen, dass in den ersten Phasen des Updates bereits über 800 Webseiten vollständig aus den Suchergebnissen von Google entfernt wurden. Gemäß einer Studie von Originality.ai, wurde eine hohe Verbreitung von KI-generierten, “dünnen” Inhalten unter den betroffenen Websites festgestellt.


Laut Nuttalls Analyse verzeichneten die 837 aus dem Index entfernten Websites vor der manuellen Maßnahme über 20,7 Millionen organische Besucher pro Monat. Der plötzliche Verlust an Traffic ist daher verheerend: Es wird geschätzt, dass die Deindexierung zu einem monatlichen Verlust von 446.552 US-Dollar an Werbeeinnahmen führte.


Checkliste für effektive Maßnahmen nach dem Google March Core Update


Unsere Kunden haben vom Google Update im März profitiert, weil wir als Performance-Agentur auf messbare, langfristige Erfolge, bewährte Verfahren und White-Hat-SEO-Techniken setzen. Für Unternehmen, die noch nicht mit adamicus zusammenarbeiten, bietet sich als Lösung eine detaillierte Inside/Out-Analyse an. Dieser strategische Ansatz hilft, die Ursachen für die Bestrafung von Webseiten durch Suchmaschinen zu identifizieren und daraus Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.


Der Prozess umfasst mehrere Schritte:


Audit

Zunächst wird überprüft, welche Seiten nach dem Google March Core Update an Sichtbarkeit verloren haben (z.B. mit Sistrix), Rankingsverschlechterungen erlitten haben (z.B. mit Ahrefs) und/oder Traffic-Einbußen haben (z.B. mit der Google Search Console oder Google Analytics)



Identifikation von Gemeinsamkeiten

Die abgestraften Webseiten werden daraufhin untersucht, welche Merkmale oder Praktiken sie gemeinsam haben, die zu einer Bestrafung geführt haben könnten. Dies können beispielsweise überoptimierte Keywords, manipulative Backlinks oder duplizierte Inhalte sein.



Analyse nach SEO Best Practices

Anschließend werden die identifizierten Webseiten anhand von bewährten SEO-Methoden bewertet. Dabei wird überprüft, inwiefern die Seiten den aktuellen Best Practices entsprechen,

z. B. was die Mobile-Freundlichkeit, die Ladegeschwindigkeit, Nutzererfahrung und qualitativ hochwertigen Content angeht.



Benchmarking mit Wettbewerbern

Dabei wird analysiert, wie konkurrierende Webseiten in den gleichen Nischen performen. Es wird untersucht, welche SEO-Strategien und Inhalte sie verwenden, um gut zu ranken, und welche Stärken sowie Schwächen sie aufweisen.



Erkennen von Content Gaps

Durch den Vergleich der eigenen Inhalte mit denen der Konkurrenz können Content Gaps, also Lücken im Content-Angebot, identifiziert werden. Diese Lücken stellen Themen dar, die von konkurrierenden Webseiten nicht oder nur unzureichend abgedeckt werden, jedoch für die Zielgruppe von Interesse sein könnten.



Entwicklung und Umsetzung einer Content-Strategie Basierend auf der Analyse werden Strategien entwickelt, um die erkannten Lücken zu schließen.

Dies beinhaltet die Erstellung von hochwertigem, relevantem Content, der die Nutzerintention erfüllt und Mehrwert bietet.



Controlling: Die kontinuierliche Überprüfung der Leistung optimierter Inhalte und des Nutzerverhaltens ist entscheidend, um die Strategie fortlaufend zu optimieren.


Fazit


Obwohl das Core Update noch läuft, wurde Googles Spam Update bereits am 20. März abgeschlossen. In den kommenden Tagen und Wochen könnten daher im Zusammenhang mit den jüngsten Änderungen noch weitere Anpassungen und Nachbeben eintreten. Durch die Anwendung von SEO-Best-Practices können Sie bei den nächsten Updates als Gewinner hervorgehen. Unsere Experten für SEO und Content unterstützen Sie gerne dabei. Kontaktieren Sie uns jetzt!

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