Die Social Media Trends 2025/2026 – sind Sie und Ihre Marke noch "in"?
- Sophia von Buchwaldt
- 30. Sept. 2025
- 6 Min. Lesezeit

Von POV (Point Of View) bis BookTok – virale Social Media Trends erobern die Welt weit über die Plattformen hinaus.
Sie beeinflussen die Markenkommunikation, das Community-Building und ganze Businessmodelle: Was heute als Meme oder Nischen-Format erscheint, kann schon morgen zur Steilvorlage für Produktkampagnen, Kundenloyalität und Branded Community werden. Wer die Augen für die Social Media Trends 2025 und 2026 offen hält, ist also klar im Vorteil.
Inhaltsverzeichnis
Trends, die bleiben, Formate, die verändern
Ob im Jugendwort des Jahres, in der internationalen Marketingkampagne oder beim Abendessen mit der Familie – Social Media Trends verändern unsere Sprache, die Werbewelt und auch unsere Freizeitbeschäftigungen. Wir alle nutzen die viralen Begriffe, Spiele oder Tools im privaten und im beruflichen oder öffentlichen Raum:
Junge Menschen gebrauchen Worte wie “POV”, “Smash” oder “Nein Pascal, ich denke nicht", weil sie als Plattform-Slang oder als Meme bekannt geworden sind.
Beauty- und Fashionmarken verwenden “GRWM” oder “What’s in my Bag” für ihre Influencer-Kooperationen und Marketingkampagnen, während die Lebensmittelindustrie auf aktuelle Food-Trends aufspringt (z. B. Dubai Schokolade selber machen).
Und, mal ehrlich: “Mach einen Finger runter" (Tiktok-Challenge), wenn Sie schon mal selbst eine Challenge mit Ihren Kindern, Freunden oder Kollegen ausprobiert haben.
Wir haben uns die Klassiker und die Social Media Trends 2025/2026 genauer angeschaut. Wie entstehen sie und woran erkennt man, was Potenzial hat?
Social Media Trends erklärt und eingeordnet
Auch 2025 und 2026 bleiben virale Social Media Trends facettenreich – dennoch sind immer wieder Muster erkennbar. Hinter ihren Hashtags und Hypes stecken Mechanismen, die sowohl das Nutzerverhalten als auch Marketingstrategien prägen. Es lassen sich grobe Kategorien finden, die dabei helfen zu verstehen, warum bestimmte Formate plötzlich alle Plattformen durchdringen und dauerhafte Wirkung entfalten:
Musik und Sounds als emotionale Trend-Booster
Die richtige Musik – oft mit passenden Lyrics – ist ein häufiges Erfolgskriterium oder sogar ausschlaggebend für die erfolgreichsten Social Media Trends. Ein gut gewählter Sound kann in wenigen Tagen Millionen Hörer vereinen. Plattformen wie TikTok setzen darauf, dass virale oder neue Songs und Sounds eine schnelle Kollektivwirkung erzeugen.
Beispiele:
Der September 2025 wird vom "Chair"-Trend dominiert, bei dem eine Person die andere hochhebt und als "Stuhl" fungiert. Dieser Trend nutzt den Audio-Track "La boda" von Camilo und hat bereits Millionen von Nachahmvideos generiert. Der Trend funktioniert besonders gut, wenn Fehlversuche humorvoll dokumentiert werden.
„Couples Running“: Bei dieser Verfolgungsjagd-Challenge rennt eine Person vor der anderen weg, während die andere bis 5 zählt und dann versucht zu fangen. Der verwendete Sound ist "Bad Boys (Theme from Cops)" von Inner Circle. Die Challenge zeigt sowohl romantische als auch humorvolle Momente und eignet sich perfekt für Freunde oder Paare.
"All Night" von Beyoncé: Paare spazieren entspannt, bis Beyoncés "All Night" einsetzt und der Partner seine Freundin mit einem Arm hochhebt. Die Videos wirken mühelos, was den Überraschungseffekt verstärkt und zu hohen Engagement-Raten führt.
Der psychologische Hebel hinter den aktuellen Social Media Trends ist simpel: Musik transportiert Emotionen wie zum Beispiel Euphorie oder Frustration. Werden diese Gefühle erfolgreich mit passenden Challenges oder Choreografien (z. B. Lip Syncing oder Tänze) verbunden, schafft das Zugehörigkeit und lädt zum Mitmachen ein.

Individuelle Perspektiven und persönliche Einblicke, die verbinden
“POV” (Point of View) und “GRWM” (Get Ready With Me) sind keine neuen Social Media Trends – sie haben sich weit darüber hinaus etabliert und unterstreichen auch in 2025 und 2026, wie sehr der Wunsch nach Nähe und Teilhabe die Nutzer einnimmt. Diese authentischen Storytelling-Formate bieten persönliche, teils sogar intime Einblicke, die Verbundenheit und Verständnis wecken und die Nutzer direkt in ihren Lebenswelten abholen:
Bei “POV”-Videos erleben Zuschauer den Content aus der Ich-Perspektive. Dies schafft Identifikation und Emotionalität. Marken können sich so als integrativer Bestandteil des Alltags positionieren, indem sie z. B. in Influencer-Kooperationen zeigen, wie ein Produkt aus User-Sicht erlebt wird – das steigert nicht nur die Interaktion, sondern auch die Conversion-Rate, weil die Nutzungssituation glaubwürdig vermittelt wird.
Das “GRWM”-Format dreht sich um Routinen – von der Morgenroutine über die Eventvorbereitung bis zum „Daily Business“. Hier liegt die Stärke im Mitnehmen: Nutzer und Marken bieten gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen, teilen Tipps und Tricks. Gerade im Beauty- und Lifestyle-Segment hat sich GRWM als Benchmark etabliert, weil Produkte nicht bloß gepusht, sondern in echten Routinen präsentiert werden. Dies schafft Vertrauen und Dialog.
Eine Reihe an ähnlichen Trends wie “What’s in my Bag”, Paket-”Unboxing”, “Try-on-Hauls” und “Day in the Life” funktioniert nach demselben Prinzip. Häufig erzielen Produkteinführungen, Storytelling-Kampagnen oder Tutorials dieser Art hohe Interaktionsraten und Umsätze. Der Grund: Der Alltag wird zur Bühne – und die Community ist live dabei.

Echte Geheimnisse, Guilty Pleasures und Besonderheiten
Der Trend zu mehr Offenheit und Authentizität findet in Formaten wie “BTS” (Behind the Scenes) und “Rare Aesthetic” seinen Ausdruck. Die Social-Media-Community honoriert echte Offenbarungen, kleine Pannen und humorvolle Fehler. Unternehmen, die einen Weg finden, dies für ihr Employer Branding oder das Storytelling rund um Produkte nutzen, schaffen Sympathie – und damit Kundenbindung:
"Unfortunately I Do Love": Dieser 2025 Social Media Trend ermöglicht es Creators, ihre (scheinbar peinlichen) Obsessionen zu gestehen. Der Sound stammt aus einem originalen Audio-Clip und wird oft mit selbstironischen Texten kombiniert.
"Rare Aesthetic": Dieser Nostalgie-Trend fokussiert sich auf Momente, die verschiedene Gruppen kennen und schätzen – von typischen Kindheitserinnerungen bis zu Insider-Witzen bestimmter Communities. Besonders erfolgreich sind regional spezifische Inhalte, die nur spezifische Zielgruppen verstehen.
"BTS" (Behind the Scenes) funktioniert seit vielen Jahren wie eine Art Transparenzstrategie – besonders bei bekannten Persönlichkeiten und Unternehmen oder bei Abläufen, in die die Allgemeinheit sonst keine Einblicke bekommt.
Der Hintergrund: Transparenz schafft Vertrauen. Unternehmen, die besonders offene Social-Formate anbieten, sorgen für nachhaltige Aufmerksamkeit und werden nicht selten als innovativ und modern wahrgenommen.

Micro-Communities und Nischen-Challenges erreichen ihre Zielgruppen
Nischen-Trends entwickeln oft eine beeindruckende Eigendynamik, weil sie exakt die Sprache, Werte oder Routinen einer Community treffen. Das kann lokal, fachlich oder sogar temporär (Saisontrends) sein. Gerade Micro-Communities sind ideale Multiplikatoren für diese Formate, da sie sich stark mit ihren Interessen identifizieren und Content prompt teilen oder selbst weiterentwickeln:
“BookTok”: Innerhalb der Buch- und Lesekommunity bringt BookTok seit Jahren nicht nur Millionen Views, sondern messbare Verkaufsschübe und Diskussionen in Schwung. Eine einfache Buchempfehlung mit passendem Sound oder Bild reicht aus, damit Buchhandlungen, Verlage oder einzelne Autor:innen von viralen Sogeffekten profitieren.
Micro-Community-Challenges: Trends wie die „Fireman-Technik“ starten oft in engen, thematisch klar abgegrenzten Gruppen – etwa Fitness- oder Berufscommunities – und werden dann schrittweise von angrenzenden Zielgruppen übernommen.
Lokale Nischenaktionen: Regionale Events oder Branchen-Challenges wie “HeidiFest” oder "Stadtteil-Stereotypen" zeigen ebenfalls, wie Micro-Communities eine immense Zugkraft für Brand Awareness entfalten können – weil die Beteiligung mit Spaß und Stolz verknüpft wird.
Anders als breite Viral-Phänomene sprechen Micro-Communities und Nischen-Trends gezielt kleinere, aber hoch engagierte Gruppen an und bieten Marken somit die große Chance, wirklich relevant und nahbar statt breit gestreut und beliebig zu wirken. Dabei profitieren besonders Unternehmen, die sich nicht auf Masse, sondern auf echtes Community-Gefühl und Interaktion konzentrieren.

Aktuelle Social Media Trends und Zukunftsprognosen: Social Listening
Eine vernetzte, offene und trendbewusste Markenstrategie zahlt sich also langfristig aus. Aber um wirklich unternehmerischen Mehrwert aus Social Media Trends zu ziehen, ist mehr als das blinde Aufgreifen prominenter Hashtags nötig:
Trends früh wahrnehmen: Beobachten Sie aktuelle Social Media Trends kontinuierlich – etwa durch Social Listening Tools und Community-Feedback. Das frühzeitige Erkennen von Mustern ermöglicht es, aufzuspringen und Bewegungen mitzugestalten, bevor der Markt übersättigt ist.
Eigene Adaption wagen: Kopieren allein bringt selten nachhaltige Ergebnisse. Marken, die Trends mit klarer eigener Handschrift interpretieren, werden als authentisch und originell wahrgenommen.
Community einbinden: Interaktion ist der Schlüssel. Fragen Sie nach Feedback, starten Sie Wettbewerbe, laden Sie zur Mitgestaltung ein. Gerade Micro-Communities bieten hier einen schnellen und direkten Zugang zu relevanten Meinungen.
Mut zur Offenheit und Experimentierfreude: Unperfekter Content, transparente Fehler und echte Behind-the-Scenes-Momente sind keine Zeichen der Schwäche, sondern fördern die Glaubwürdigkeit und Markenbindung.
Lernen Sie, die Gründe und Mechanik hinter den Trends zu verstehen und bringen Sie die eigene Markenidentität gezielt mit passenden Entwicklungen in Einklang. Unternehmen profitieren dann am meisten, wenn sie Social Media Trends als Einladung zur echten Interaktion nutzen und sich nicht auf oberflächliche Effekte verlassen.
Der nächste bleibende Trend ist Ihrer!
Wer sich jetzt neugierig und reflektiert mit den Social Media Trends 2026 beschäftigt, nimmt eine aktive Rolle als Trendgestalter ein. Dabei könnten 2025-Trends, die gerade anlaufen, weiterhin eine große Rolle spielen. Aber auch KI-gestützte Content-Erstellung, innovative Filter und die kommenden Musikcharts werden die neuen Social Media Trends prägen. Die Erfolgsregel bleibt: Authentizität, schnelles Reagieren und strategisches Experimentieren führen zu nachhaltigem Wachstum und dauerhafter Markenbindung.
Wir bei adamicus wissen, wie wichtig es ist, die neuesten Social Media und Marketing Trends zu beobachten, hinterfragen und gezielt in Ihren Kontext zu integrieren. Kontaktieren Sie uns jetzt für moderne Kampagnen und ganzheitliche, authentische Marketingstrategien.

